Aktive berichten
Agil in Argentinien

In unserer Reihe «Aktive berichten» wird uns dieses Mal der Bursche Agil mehr über seine Zeit in Buenos Aires (ARG) erzählen. Neben der Universität hatte er dort auch die Möglichkeit Süd- und Zentralamerika zu bereisen, mit verschiedenen Kulturen in Kontakt zu kommen und Spanisch zu lernen.

Am 23. Juli 2018 verreiste ich für ein halbes Jahr nach Argentinien, genauer Buenos Aires – eine Grossstadt mit rund 2.9 Mio. Einwohner. Gleich bei meiner Ankunft erwartete mich eine kalte zehngrädige Temperatur, da im Juli im Gegensatz zur Schweiz in Argentinien Winterzeit ist. Dies störte mich jedoch nur kurz und ich vergass die Kälte auch gleich wieder, denn Eschler v/o Spitz (wir verbrachten das Austauschsemester zusammen) erwartete mich mit kühlem Bier in unserem Apartment. Gleich vorwegzunehmen: es gibt in allen Geschäften 1L Bierflaschen, was uns natürlich sehr erfreute. Zwei bekannte Biermarken sind Quilmes und Patagonia. Bereits bei meiner Ankunft verspürte ich eine andere Lebensmentalität: das Leben wird viel gelassener genommen und trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage mit der stetig steigenden Inflation sind die Menschen glücklich und nehmen das Leben mit Humor. Diese andere Lebensweise beeindruckte mich und war ein schönes Pendent zur schweizerischen Organisations- und Vorausplanungsmentalität. Für meinen Geschmack war dieses «in den Tag hineinleben» spannend zu sehen, jedoch nach schweizerischer Auffassung doch etwas zu «gelassen». Diese Mentalität erwartete mich auch an meinem ersten Tag an der «Universidad Argentina de la Empresa», denn alle zuvor angemeldeten Kurse gingen «verloren» (und dies gleich bei der Hälfte der Austauschstudenten!) und ich musste im International Office nochmals alles anmelden und hoffen, dass ich dann auch alle Kurse bekam. Schlussendlich ist es dann «doch irgendwie gegangen» und das Unileben begann. Da entgegen der HSG-Verhältnisse eine Kursanwesenheitspflicht bestand, musste man sich seine Reisevorhaben genau einplanen. Ein Highlight gleich zu Beginn war die 19 stündige Carreise mit einer Studentenorganisation zu den Iguazú-Wasserfällen an der brasilianischen Grenze. Dabei kam man mit etlichen Austauschstudenten in Kontakt, welcher während der Zeit in Buenos Aires und auch noch danach beibehalten wurde. Auf eine weitere spektakuläre Reise begab ich mich im Oktober 2018, nämlich nach Peru. Erste Eindrücke in eine völlig andere Welt ergaben sich bereits mit dem Anflug auf die einstige Inkahauptstadt Cusco, welche sich auf 3'399 m.ü.M. befindet. Um gegen den Höhenunterschied anzukommen gab es Tee mit Coca-Blätter, welcher erstaunlicherweise seine Wirkung entfaltete. Das Hauptziel der Peru-Reise war die weltbekannte Inkastadt Machu Picchu («alter Gipfel»), welche eine mystische Atmosphäre in 2430 m.ü.M. entwickelte (siehe Bild). Nach den Prüfungen im November bereiste ich während zwei Wochen den Süden Chiles (Patagonien) sowie die Atacama Wüste. Für zwei Wochen durchquerte ich die Surfdestinationen Costa Ricas und verweilte schlussendlich die letzten zwei Wochen im sonnigen Panama. Neben den Reiseerfahrungen sammelte ich natürlich auch sehr viele Eindrücke in Buenos Aires. Der wohl wichtigste Punkt ist die Kommunikationsfähigkeit. Anfänglich noch sehr brüchige bis gar keinen Spanischkenntnissen, erlernte ich mithilfe von drei Spanischkursen pro Woche relativ schnell ein Niveau, mit welchem man sich mühelos verständigen konnte. Da ich einerseits Mikroökonomie 2 auf Spanisch an der Uni belegte und andererseits mich im «Nachtleben» mit den Einheimischen verständigen wollte, war ich mehr oder minder gezwungen Spanisch so schnell wie möglich zu lernen, was sich schlussendlich auch ausbezahlt hat. Auch für Fleisch- und Weinliebhaber hat Argentinien sehr viel zu bieten; so kann man sich bei einer Rotweinflasche Malbec mit einem 500g Rindsfilet für ca. 15-20 CHF praktisch in jedem Fleischrestaurant in Buenos Aires verwöhnen lassen. Für weitere Reisetipps in Südamerika oder Empfehlungen für Restaurants, Bars und Sehenswürdigkeiten in Buenos Aires könnt ihr mich selbstverständlich kontaktieren.

Punto in Singapur

In unserer Reihe «aktive berichten» wird uns dieses Mal der Bursche Punto mehr über seine Zeit in Singapur im Asia Term Exchange Programm erzählen. Neben der Universität hatte er dort auch die Möglichkeit Asien zu bereisen, verschiedene asiatische Biere zu testen und viele neue Leute kennenzulernen.

Wie so viele andere Steinacher entschied ich mich in einem Austauschsemester während des Bachelors neue Erfahrungen an einem anderen Ort der Welt zu machen, neue Kulturen kennenzulernen und das Leben beim Reisen zu geniessen. Ich entschied mich dabei für das «Flagship-Austauschprogramm» der HSG, den sogenannten Asia Term. Dieses Programm bietet einem die Möglichkeit ein Semester in Singapur an der Singapore Management University (SMU), welche sich mitten im Stadtcenter befindet, zu verbringen. Die Organisation des ganzen Programms ist überaus einfach und angenehm gestaltet was dafürspricht. Auf der anderen Seite müssen jedoch einige Pflichtmodule belegt werden, die je nachdem nicht jedem zusagen. Mir persönlich haben die Kurse jedoch durchaus gefallen und man konnte sehr gute Erfahrungen, auch in Praxisprojekten oder Kursen mit Auslandsreisen, sammeln. Wie auch schon von Gerüchten zu vernehmen ist, stellt der Arbeitsaufwand für viele einen Kritischen Punkt dar, wenn es um die Wahl der Destination geht. Durchaus ist dieser im Vergleich zu anderen Universitäten eher mit jenem der HSG zu vergleichen, jedoch ist dem mit ein wenig planen und Zeitmanagement durchaus Herr zu werden. Im Gegenzug erhält man dafür die Möglichkeit das Semester in einer einzigartigen Stadt, welche oftmals so wirkt, als wäre sie unserer Zeit ein wenig voraus zu verbringen. Von den futuristischen Gebäuden, digitalen Interaktionen und Lichtshows in der ganzen Stadt, bis hin zu einem Lachs-ATM (warum man dies auch immer braucht) hat die Stadt alles zu bieten was man sich vorstellen kann. Vor allem wenn man gerne asiatisch isst, fühlt man sich hier wie im Himmel. Zudem kommt hinzu, dass fast alle Austauschstudenten in sogenannten Condos wohnen. In diesen teilt man sich zwar oft eine Wohnung mit vier bis sechs Personen, jedoch lassen sich so Freundschaften schliessen und man kann sich eine topmoderne Wohnung mit privatem Pool und Gym inmitten des Stadtzentrums leisten. Als Bonus kommt dann noch der nur ca. 20min vom Stadtzentrum gelegene Flughafen Changi (für sich selbst bereits eine Attraktion) dazu, von welchem man zu Tiefpreisen ganz Asien erkunden kann. Von diesem haben wir auch durchaus profitiert und so beispielsweise ein Partywochenende in Phuket, Thailand verbracht, wo an der Fullmoon-Party Alkohol nur in Eimern serviert wurde oder ein Surftrip nach Bali inklusive Besichtigung der berühmten Reisterrassen, um nur 2 von etlichen Weekendtrips zu erwähnen. Doch auch wenn man mal ein Wochenende in Singapur verbleiben möchte kann man sich am Strand in Sentosa, in den unzähligen und eindrücklichen Shopping-Malls oder den vielen Rooftop-Bars mit einmaligen Ausblicken vergnügen. Zudem hat auch das Nachtleben in Sachen Clubs ein Angebot zu bieten, dass sich auch international nicht verstecken muss. Zudem kommt für alle Liebhaber des Sommers ein grosser Pluspunkt hinzu: Es ist konstant gegen 30 Grad warm und sonnig, auch mitten im Dezember. Zwar ist die hohe Luftfeuchtigkeit am Anfang durchaus gewöhnungsbedürftig, jedoch hat es durchaus seinen Reiz, jeden Tag in Shorts, T-Shirt und Sonnenbrille aus dem Haus zu gehen. Als Fazit kann ich das Programm und auch Singapur als Stadt, zum Beispiel bei 2, 3 Tagen Stopover bei einem Flug, nur empfehlen. Das oft als «Schweiz in Asien» bezeichnete Land wird seinem Image als future city definitiv gerecht und hat einiges zu bieten, was man definitiv gesehen haben sollte. Für weitere Tipps oder «places-to-be» bin ich gerne bereit meine Erfahrungen bei einem Bier mehr im Detail auszutauschen.